{"id":341,"date":"2016-01-15T09:08:21","date_gmt":"2016-01-15T08:08:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mggabo.de\/bautagebuch\/?p=341"},"modified":"2018-05-20T14:32:31","modified_gmt":"2018-05-20T13:32:31","slug":"wie-alles-begann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mggabo.de\/bautagebuch\/wie-alles-begann\/","title":{"rendered":"Wie alles begann&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Damit ihr alle auch einmal genauer erfahrt, wie wir uns letztendlich, und das fr\u00fcher als gedacht, f\u00fcr unser ZuhauseHaus entschieden haben, nehme ich mit jetzt einmal die Zeit und schreibe es f\u00fcr euch auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir schreiben das Jahr 2015, Januar. Eine ruhiganmutende Wohngegend im eigentlich sch\u00f6nen Neustadt an der Weinstra\u00dfe. Doch so ruhig war es nicht. Wieder einmal h\u00f6rte man die lauten Stimmen. Die Stimmen eines jungen Paares das sich stritt. Leider kam dies viel h\u00e4ufiger vor, als den unabh\u00e4ngigen Betrachtern, beziehungsweise Zuh\u00f6rern von oben, lieb war.<\/p>\n<p>Wie viele von euch ja wissen, leben wir in einem Mehrfamilienhaus, mit 8 Parteien, wobei nur 7 belegt sind. Wir haben nicht viel mit unseren Nachbarn zu tun. Doch die unter uns, die machen uns das Leben doch ganz sch\u00f6n schwer. Sie streiten und sind laut. (Mittlerweile sind sie ja zumindest den nervt\u00f6tenden Hund los geworden, dem Tier geht\u2019s nun hoffentlich besser als hier in der Wohnung), dennoch sind sie gerade jetzt, in genau diesem Augenblick wieder einmal extrem laut. Seis drum, ich schweife ab.<\/p>\n<p>Ok, wo war ich nochmal? Ich muss mal eben zur\u00fccklesen &#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8230; Ah ja da genau! Also, wir leben hier in einer tollen Wohnung. Drei Zimmer, K\u00fcche, Bad. Einziges Manko, neben den Leuten unter uns, sind die Bahnschienen. Doch eigentlich h\u00f6ren wir die Z\u00fcge kaum mehr. Also kann man das kaum z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Doch wir waren uns einig: Wir wollen hier nicht mehr lange bleiben. Es ist das ganze drum herum. Nicht nur die unter uns, oder die Bahn. Sondern auch die Stadt selbst. Man mag es kaum glauben, aber wir beide, mein Mann und ich, waren uns schon immer einig: Wir wollen auf dem Land leben.<\/p>\n<p>Das ist hier in der Pfalz ja kein gro\u00dfes Problem. Zumindest nicht wenn man das n\u00f6tige Kleingeld hat. Ok wir suchten also zun\u00e4chst einmal nach anderen Wohnungen. Da wir ja f\u00fcr die Zukunft planen wollten, dachten wir uns, suchen wir vier Zimmer. Tja, da fingen sie an unsere Probleme.<\/p>\n<p>Aus Spa\u00df suchte ich in einschl\u00e4gigen Apps nach H\u00e4usern zum kaufen. Es waren ein paar sch\u00f6ne dabei. Nie \u00e4lter als 10 Jahre und teilweise sogar mit offener K\u00fcche. Da wir uns aber eigentlich einig waren, dass wir eben kein \u201eGebrauchtes Haus\u201c haben wollen, fielen diese Objekte sehr bald raus. Der Herr an meiner Seite, hatte indes nichts Besseres zu tun, als nach Grundst\u00fccken zu suchen. Dabei traf er auf Bauunternehmen aus der Region, die Fertigh\u00e4user mit Grundst\u00fccken anboten. (Das dies nur Lockangebote waren, war uns klar, aber man konnte ja mal fragen.) Und schneller als ich \u201eHaus\u201c sagen konnte, hatte er Termine gemacht.<\/p>\n<p>Ich gebe zu, dass das alles irgendwie sehr schnell vorbeiging. Von der blo\u00dfen Idee, dieses \u201ewenn wir dann mal ein Haus haben, sollte das so und so aussehen\u201c, hin zum \u201ewir unterschreiben den Werkvertrag\u201c, ist die Zeit tats\u00e4chlich sehr verschwommen.<\/p>\n<p>Wir hatten einen Termin bei einem Fertighaushersteller der Region, da lief es mir eiskalt den R\u00fccken runter und ich wusste beim H\u00e4ndesch\u00fctteln schon: Mit dem? NIEMALS! Er war unsympathisch und ging kein St\u00fcck auf uns ein. Das Lockangebot aus dem Internet wurde mit keiner Silbe erw\u00e4hnt und das Haus, wie angeboten, gabs so gar nicht. Nun gut, das dachten wir uns ja, aber der Mann besa\u00df eine Dreistigkeit, die uns zur\u00fcckschrecken lie\u00df. Ein paar Tage nach dem Gespr\u00e4ch rief er an und meinte, wir m\u00fcssen innerhalb der n\u00e4chsten 7 Tage den Vertrag unterschrieben, sonst w\u00fcrden die Preis explodieren. Da sie eine Umstellung vornahmen. Im M\u00e4rz! Damit war dieses Unternehmen f\u00fcr uns gestorben. Vor allem weil wir zu dem damaligen Zeitpunkt noch nicht mal wussten, was mit der Finanzierung ist.<\/p>\n<p>Parallel fragten wir andere Firmen an. Die eine hatte Urlaub, mussten uns also gedulden. Von anderen bekamen wir jede Menge Infopost. Oftmals mit tollen H\u00e4usern, aber ohne Preise. Und was haben wir alle gelernt? Dort wo keine Preise stehen, wird\u2019s teuer! (Die, die in Venedig schon auf dem komischen Platz nen Kaffee getrunken haben, wissen was ich meine J )<\/p>\n<p>Ok, Viebrock war nat\u00fcrlich auch dabei. Wir hatten einen Beratungstermin. (Wir hatten ja 2013 bereits einen ersten Termin, doch damals war alles rein theoretisch und wir wollten nur mal den Kostenrahmen erfahren. Den sie uns offenlegten!)<\/p>\n<p>Wir f\u00fchlten uns vom ersten Moment an wohl. Wir wurden von zwei unglaublich netten Herren betreut. Die sich \u00fcbrigens sehr schnell merken konnten, dass ich Wasser ohne und mein Mann Wasser mit Sprudel trinkt. J Das finde ich sehr wichtig!<\/p>\n<p>Ok zur\u00fcck zum wichtigen. Wo waren wir stehengeblieben?&#8230;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&#8230; Ok genau, wir sagten ihnen, welches Haus wir uns vorstellten. Dort h\u00e4tten Grundriss\u00e4nderungen stattfinden m\u00fcssen. Doch wir wurden auf ein anderes Haus aufmerksam gemacht. (Das Maxim 300 war das, was wir urspr\u00fcnglich wollten). Das Maxim 305.<\/p>\n<p>Das sagte mir nun mal gar nichts. Lag aber daran, dass das urspr\u00fcnglich eins aus der Edition Reihe war. Es hatte alles, was wir wollten. Drei Schlafzimmer, h\u00fcbsches Bad und ein Arbeitszimmer unten. Und als kleines Schmankerl: Eine Ankleide im Elternschlafzimmer. Ich war sehr schnell \u00fcberzeugt. Weil alles stimmig war. Kein verschenkter Platz, alles funktional und so wie ichs mir vorgestellt hab. (OK, die K\u00fcche k\u00f6nnte ruhig gr\u00f6\u00dfer sein, aber ich hab nicht das Geld, um ein Haus um die K\u00fcche herum zu planen :D)<\/p>\n<p>Wir schauten uns die Pl\u00e4ne an, \u00e4nderten hier und da noch etwas (Kleinigkeiten, die die Wand vom HWR zu Gunsten der K\u00fcche verr\u00fcckt.) Ein paar Fenster \u00e4ndern. (Wobei das erst im Laufe der viele Gespr\u00e4che alles passierte.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir hatten bis dahin, es war nun Mitte Februar, noch nichts unterschrieben. Wir wollten die anderen Optionen noch ausloten. Doch irgendwie sagten uns unser B\u00e4uche immer wieder: VIEBROCK!<\/p>\n<p>Ganz schnell war dann klar: Wir nehmen Viebrock.<\/p>\n<p>Uns wurde dann noch der Finanzdienstleister des Hauses empfohlen. Wir hatten tats\u00e4chlich Angst davor, da wir bereits mit einer gro\u00dfen roten Bank gesprochen hatten und die uns wenig Hoffnung machten. Was verst\u00e4ndlich ist, da es bei uns ja derzeit nur einen Vollverdiener gibt. Doch er machte uns Mut.<\/p>\n<p>Schnell war dann auch tats\u00e4chlich ein Grundst\u00fcck gefunden. Obwohl wir echt viel gesucht und geweint hatten. Grundst\u00fccke hier in der Umgebung kosten entweder nen halbes Verm\u00f6gen, oder sind bescheiden gelegen. Und es gab ja auch ein paar Kriterien die es erf\u00fcllen musste: Internet und eine halbwegs ordentliche Anbindung an Landau und\/oder Neustadt.<\/p>\n<p>Freisbach war ein Gl\u00fccksgriff. Das vorhin erw\u00e4hnte andere unsympathische Subjekt eines Hausverk\u00e4ufers, oder so \u00e4hnlich, hatte uns von jenen Grundst\u00fccken erz\u00e4hlt. Und es waren tats\u00e4chlich noch welche frei! Es wurde heikel, da die Bank uns ein wenig im Stich lie\u00df und wir somit erstmal nur das Grundst\u00fcck finanzieren konnten. Allerdings hatte die Bank viel Zeit. Also sie nahm sich die Zeit und wir sa\u00dfen auf hei\u00dfen Kohlen und mussten immer wieder den Makler um Geduld bitten.<\/p>\n<p>Doch schwupps, dann ging alles erschreckend schnell: Die Bank gab das ok, der Makler machte den Notartermin und wir sa\u00dfen beim Notar, Ende April, kurz nach der Verlobung, zwei Tage um genau zu sagen, und unterschrieben den Kaufvertrag f\u00fcr unser Grundst\u00fcck! Es geh\u00f6rte uns! Ich konnte es lange Zeit nicht glauben, dass das wirklich alles passierte.<br \/>\nUnd ja, das die Hochzeit anders war als ich immer geplant hatte, hat tats\u00e4chlich was mit dem Hausbau zu tun. Heiraten wollten wir ja eh, also warum lange warten \ud83d\ude09<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ok, wir machten alle normalen Termine bei Viebrock: Servicetermin, Bemusterung (wof\u00fcr wir nach Kaarst, bei D\u00fcsseldorf, mussten und sogar ein 4 Sterne Hotel bezahlt bekamen. Allerdings w\u00fcrde ich da nie wieder \u00fcbernachten&#8230;)<\/p>\n<p>Und an dem Tag vor der Bemusterung erfuhr auch meine Familie (Eltern und Geschwister), dass wir ein Haus bauen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Geheimhaltung \u00fcber so viele Monate hin, war nicht einfach. Vor allem weil eine Freundin (E.B.) uns immer wieder Wohnungsanzeigen zukommen lie\u00df. Von echt traumhaften Wohnungen. Und es tut mir echt leid, dass ich dich solange an der Nase rumgef\u00fchrt habe, aber da wir ja bis kurz nach der Hochzeit nicht wussten, ob wir das Projekt Hausbau wirklich noch vor dem Referendariat durchbekommen, wollten wir lieber so wenig Personen einweihen wie m\u00f6glich. Doch nach der Hochzeit wurde es noch einmal kurzfristig spannend und sehr nervenzerrend. Doch die Bank sagte ja und wir bekamen den Kredit f\u00fcrs Haus. Und dann, schwupps wurde angefangen. Fr\u00fcher als wir uns ertr\u00e4umt haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich kann euch sagen, dass ich auch heute noch, obwohl ich regelm\u00e4\u00dfig zum Bau rausfahre, nicht begreifen kann, dass das wirklich unser Haus wird. Es ist so wie in einem Traum. Ich sag immer: Kneif mich, ich will aufwachen, weil ichs nicht glauben kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gibt ein paar Leute da drau\u00dfen, die sich wirklich fragen: Wie k\u00f6nnen die sich das leisten? Meine Antwort: Keine Ahnung \ud83d\ude00 (Und wer es genau wissen will, der sollte uns fragen, wir beantworten das gerne)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In diesem Sinne, nach vier Seiten (Ich hab das m Word vorgeschrieben, damits nicht zuviele Rechtschreibfehler gib und da sinds 4 Seiten, 1467 W\u00f6rter (bis zum Wort W\u00f6rter) denke ich, ist alles gesagt. Wer noch irgendwas wissen will: Einfach Fragen, ich bei\u00dfe nicht. Glaub ich J<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir w\u00fcnschen allen Lesern und Leserinnen (Wir sind ja politisch korrekt) einen guten Rutsch ins neue Jahr und hoffen, dass ihr euch auch eure Tr\u00e4ume erf\u00fcllen k\u00f6nnt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bis dahin Eure Bauherrin Bekky.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>P.S.: 1524 W\u00f6rter<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Damit ihr alle auch einmal genauer erfahrt, wie wir uns letztendlich, und das fr\u00fcher als gedacht, f\u00fcr unser ZuhauseHaus entschieden haben, nehme ich mit jetzt einmal die Zeit und schreibe es f\u00fcr euch auf. &nbsp; Wir schreiben das Jahr 2015, Januar. Eine ruhiganmutende Wohngegend im eigentlich sch\u00f6nen Neustadt an der Weinstra\u00dfe. 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